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Kaffeebud – La kölsche Vita

Luigi Kolvenbach hät d’r Driss schwer am Dämpe. An singer Kaffeebud drieht sich zwar jeder jään e Brütche rin, noch lieber wird aber anschließend ene Deckel jemaat – echte Fründe stonn jo schließlich zesamme! Beim Kaatespille will er die Kasse aufbessern, aber die anderen han einfach immer dat bessere Pokerface.

Als dann noch die puckelije Verwandschaft aus Bella Italia auftaucht und sein Onkel Angelo verkündet, dass Luigi die reizende Putania heiraten und Nachfolger des Paten Don Fellatio werden soll, ist der Kuddelmuddel perfekt.

Genießen Sie diesen Insalata Mista aus Klüngel, Klaaf, Kanonen und ganz viel Amore! Buon Appetito!

 

Dreimol Null es Null …

bliev Null?

Wer das glaubt, hat die Rechnung ohne die Bajaasch vum Scala gemacht. Erleben Sie in diesem halbseidenen Gaunerspektakel, was passiert, wenn op kölsch abgerechnet wird:

Die beiden Schwestern Anna und Maria Kron han et fuusdeck hinger de Ohre. Hinter der vornehmen Fassade einer Altenresidenz für betuchte Damen maggeln die beiden, was das Zeug hält. Denn sie haben nur einen Traum: Einmal zum Karneval nach Rio! Da kommen ihnen drei neue Bewohnerinnen, die offensichtlich richtig jet aan de Föß han, genau recht. Leider haben sie den Plan ohne die berüchtigte Ganovenbande „De drei Pittermänncher“ und das treuherzige Frollein Schmitz vum Finazamp gemacht. Und ehe sie sichs  versehen, haben Anna und Maria de Poppe am Danze.

Tauchen Sie mit uns ein in dieses klatschjecke Jedöns, bis auch Sie am Ende vor Lachen rufen: „Anna, ming Droppe!“

Der Kölner Stadtanzeiger lobte das Stück als „eine frivole Farce, die dem erstklassigen Ensemble reihenweise Gelegenheit bietet ihr komödiantisches und gesangliches Talent unter Beweis zu stellen. Für diesen rundum gelungenen Abend gab es vom Premierenpublikum verdientermaßen Standing Ovations“.

Dä Floch vun Königswinter

Eine feuchtfröhliche Seeräuberei.

„Dieser Fluch ist ein Segen für Köln!“
(Linus – Michael Büttgen)

Frei nach dem Motto „Pirate wild un frei – dreimol Kölle ahoi“ stürzt sich die Scala Crew in ein weiteres irrwitziges Abenteuer:
Kapitän Plüschprumm jeiht de Fott op Grundeis. Sie hat nur noch drei Tage Zeit um den Fluch, der auf ihr und ihrem Schiff lastet, zu brechen. Ein geheimnisvoller Flaschengeist hat sie zwar in die Stadt mit „K“ gelotst, aber ist damit wirklich Köln gemeint? Wird sie am Ende den goldenen Kappes und sogar ihre Unschuld wiederfinden? Oder macht der verdötschte Piratenlehrling Siggi ihr noch einen Strich durch die Rechnung? Und was haben Nonnefützje, Pappnas und das vornehme Fräulein von Retzefäjer mit all dem zu tun? Rätsel über Rätsel, aber Kapitän Plüschprumm gibt nicht auf, selbst wenn d’r Düüvel op Stelze kütt!

Schwingen Sie sich mit an Bord und entern Sie Ihre Lachmuskeln!

Aape op Jöck

Die urkölsche Pension von Elly Schrabbisch ist zwar kein Hotel mit Sternen – sternhagelvoll ist dafür schon morgens das Zimmermädchen Adelheid Schlunz.
Einige illustre Gäste haben sich zu Karneval angekündigt: Busenwunder Gloria Hole aus den USA, der Amsterdamer Damenimitator Herman van de Drissdünn, eine Düsseldorferin auf der Flucht und andere Jecke. Als noch zwei Affen an der Rezeption auftauchen ist das Tohuwabohu perfekt.

Mit diesem bananigen Nonsens bewies Walter Bockmayer: „Janz Kölle is e Aapehuus“. Es war sein letztes Stück.

Barbro Schuchardt von der Kölnischen Rundschau schrieb: „Walter Bockmayers „Aape op Jöck“ ist eine stürmische Ovation für seine Wahlheimat. So viel Köln war noch nie. Man badet in Lokalpatriotismus und wird so richtig schön sentimental. Walter Bockmayer feiert mit seinen Fans noch einmal ein Fest des kölschen Lebens“.

Wie fott jeblose

Im Waschsalon von Minetta Ärschvillping geht es drunter und drüber. Zwar befindet sich der Laden direkt unter dem Dom, aber heilig ist hier, weiß Gott, gar nichts!
Da wird schon mal ein Mieder von Marie-Luise Hanuta mit der Ungerbotz von Kardinal Flönz vertauscht. Und heiß gemangelt wird genauso, wie kölsch geklüngelt. Wenn dann noch alle paar Minuten die KVB vorbeifährt, ist das Chaos perfekt. Hier wird gelacht im Schleudergang und weichgespült wird anderswo!

Über diese kölsche Domödie schrieb Marianne Kolarik vom Kölner Stadtanzeiger: „Eine umjubelte Premiere. Die Mischung erinnert gar an die Anfänge des Theaters, das seinerzeit in der klitzekleinen Filmdose zur Kultstätte geworden war“.

Puddelrüh durch die Prärie

Die kölsche Weltenbummlerin Anneliese Kolvenbach ist in der Prärie gestrandet. Lange schon war ihre große Liebe, der Indianerhäuptling „Rolling Stone“, in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Geblieben ist ihr nur das Produkt dieser Liebe, der etwas einfach gestrickte Winnetunt, von dem alle ständig etwas wollen: sein Pferd Glitschi will Hafer, das Halbblut Anna Patschi will ihm an die Wäsche, Medizinfrau „Mittlerer Strahl“ will die Praxisgebühr und Mutter Anneliese will mit ihm zurück nach Köln. Also dann: noch schnell Blutsbruderschaft schließen mit seinem Freund Old Stinkesocke und dann auf sie mit Gebrüll!

Mit diesem turbulenten Spektaktel hat Walter Bockmayer sein unverfilmtes Drehbuch aus den 80er Jahren „Winnetunt und die Prärieauster“ auf die Bühne gebracht.

Nach der Premiere tönte Motto Queen Marie-Luise Nikuta: „Der Knaller vom Ring!“

Trude zum Dessert

Meta Quallmann es schwer em Brass! Mitten in die Hochzeitsvorbereitungen für ihre drollige Tochter Trina platzt eine mysteriöse neue Nachbarin, ihres Zeichens kölsche Volksschauspielerin, die sich zwecks Inspiration unters „einfache Volk“ mischen möchte. Da war sie im Quallmannschen Weiber-Haushalt natürlich genau richtig. Auch Trinas türkischer Verlobter Tefik Üzümdödel kann nur Bauklötze staunen, in was für eine jecke Familie er da einheiraten soll.

Barbro Schuchardt von der Kölnischen Rundschau befand: „Kölscher geht‘s kaum. Den Premierengästen standen nicht nur die Lachtränen in den Augen, sondern auch die Rührung vor lauter Heimatliebe.“

Nubbel Alaaf Ju

Trina Quallmann ist ein jecker kölscher Wonneproppen. Am Karnevalsdienstag teilt sie ihrer Mutter feierlich mit, dass sie sich in den Nubbel verliebt hat und ihn heiraten will. Was nun? Den Nubbel um Mitternacht verbrennen und ein junges, unschuldiges Herz zerstören? Oder gibt es doch noch ein „Happy End“?

Mit dieser rührenden Liebesgeschichte schlug Walter Bockmayer einmal ganz andere Töne an. So viel „Jeföhl“ hatte es bei Wally noch nie gegeben. Trotzdem: Wo Bockmayer drauf stand war auch weiterhin Bockmayer drin!

Monika Salchert schrieb in der Rheinischen Post: „Das Scala Theater zählt mittlerweile zu den angesagtesten Theatern Kölns. Seit „Nubbel Alaaf Ju“ müssen das auch die letzten Zweifler anerkennen“.

Ming Ding jebohnert – jetzt noch feuchter

Weiter geht die Geschichte um das ehrenwerte kölsche Mietshaus und Helene Jöckemöller, Erich Breuer und Dilde Frommloch.

Eine chinesische Immobilienspekulantin übernimmt das Haus und will im „Cabaret Paris“ eine chinesische Oper aufführen. Als die Mieter das erfahren, kracht es gewaltig im Gebälk, Frau Frommloch geht verloren und ein liebestoller Handwerker verdreht allen den Kopf. Aber: Et kütt wie et kütt un et hätt noch immer joot jejange! Und all das op Mandarinen – Kölsch.

Die Rheinische Post schrieb: „Die süß-saure Variante der Wischmopp-Arie im Treppenhaus ist noch mitreißender, frecher und verrückter als der Vorgänger. „Ming Ding jebohnert“ bietet beste Unterhaltung vom ersten bis zum letzten Ping. Prädikat: Besonders bekloppt“.

Jebohnert op Kölsch

Was wäre ein echt kölsches Mietshaus ohne Hausdrachen? Helene Jöckemüller hält die Fäden in der Hand und ihr entgeht Nichts und Niemand. Die selbsternannte Sittenwächterin hütet das Treppenhaus wie ihren Augapfel und tyrannisiert ihre Mitbewohner nach Strich und Faden. Dabei hat sie eigentlich nur einen Traum: Einmal Funkemariechen sein!

Michael Bischoff von der BILD fasste zusammen: „Schrill, sexy, spritzig, hitverdächtig. Das Epizentrum des schrill-schrägen kölschen Humors liegt ab sofort wieder bei Wally Bockmayer“.

Jebütz weed immer

Köln anno dazumal. Die Stadt beginnt mit dem Dombau, die Pest wütet, aber der Kölsche an sich lässt sich nicht unterkriegen. Ein illustrer Haufen kölscher Originale im Umfeld der Richmodis von Aducht weiß immer, wo „et jet ze laache jitt“. Wie die sagenumwobene Richmodis dem Tod von der Schippe springt, erlebte das Publikum in diesem turbulenten Mundart-Mittelalter-Musical.

Monika Salchert schrieb in der Rheinischen Post: „Jebütz weed immer zählt zu den besten Inszenierungen, die der Kult-Regisseur in den vergangenen Jahren auf die Bühne gebracht hat“

Quo Va Driss

Brot und Spiele op kölsche Art. Wir befinden uns im Jahr 11 vor Tünnes. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt … Auch Colonia? Ja! Aber unsere Urahnen, die Ubier, sind ein immer fröhliches Völkchen und lassen sich nicht unterkriegen. Begleiten Sie Agrippina mit ihrem Lustsklaven Funzius und ihrem restlichen Gefolge auf dem Weg von der ewigen Stadt Köln in die ewige Stadt Rom. Hier gibt es endlich eine Antwort auf die Frage, warum Köln noch heute als die nördlichste Stadt Italiens gilt.

Für diese antike Klamotte hatte Druide Wally einen feinen Zaubertrank im Römertopf gemixt und das Scala Theater zum Circus Maximus gemacht.

Speck für Kölle

Eifelbauer Egon Firkes ist auf der Suche nach einer Frau, die sich nicht nur um ihn sondern auch um seine Schweinezucht kümmern soll. Als er zu einem großen Fest auf seinen Hof einlädt, will Anneliese von Brödel eine ihrer beiden Töchter an den Mann bringen oder sich den Bauern selber angeln. Auch Stieftochter Katrin will mit auf das Fest, aber vorher muss sie noch zentnerweise Kartoffeln schälen. Eigentlich eine ausweglose Situation, wären da nicht die süßen Ferkelchen Schwänzchen und Öhrchen.

Walter Bockmayer hatte hier die Geschichte vom Aschenputtel gehörig gegen den Strich gebürstet und daraus eine herzzerreißende Schweinerei gemacht.

„Wally ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt, zu den großen Parodien klassischer Stoffe, gewohnt schrill und peppig, das ist ein Fest für die Augen“, schrieb Christof Ernst vom Kölner Express.

Zwesche Himmel un Ääd

So mancher behauptet ja: „Kölle ist der Himmel auf Erden“ und gerade deshalb sieht Willi nicht ein, warum er nun tatsächlich nur noch die Engelschöre mit seinen Melodien verzaubern soll. Kaum am Himmelpöözje angekommen, mischt er den Laden da oben gehörig auf und überredet Petrus, ihn noch einmal zurück nach Köln zu lassen. Unsichtbar zwar, aber „besser als nichts“, denkt sich Willi und begibt sich auf eine Reise zwesche Himmel un Ääd.

Vill Jeföhl mischt sich mit Situationskomik in einer, mit melancholischen Momenten gespickten, himmlisch kölschen Hommage.

„Wenn man in Kölle die Namen Willi (Ostermann) und Wally (Bockmayer) in einem Atemzug nennt, dann kriegen die Freunde schriller Theaterkultur leuchtende Augen“, meinte Hannelore Vorberg vom WDR.

… ich mööch zo Foß noh Kölle gonn

Als Billa Schmitz im Lotto gewinnt wird sie größenwahnsinnig und bewohnt nun in Poppelsdorf en Villa. Von ihrem Mann Christian wird sie als „durchgebrannt“ gemeldet und für ihr Patenkind Stina will sie schnellstens ene Mann han. Als dä schöne Ferdinand sie zur Frau nimmt lässt auch das Kinddauf Fess unger Krahnebäume nicht lange auf sich warten. Am Ende jeiht nix für ne richtige Polkaschritt, die Rüffje un ihr Parkemo trecke wäjen der Zimmermanns nit uss und es bleibt die Frage: Warum solle mir ald in de Heia jonn, wenn in Colonia der Karneval beginnt?

Zur Eröffnung des Scala Theaters hat Walter Bockmayer sich diese besondere Revue ausgedacht und die Lieder von Willi Ostermann mit frischen Arrangements in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Entstanden ist ein bunter kölscher Reigen mit dem, wonach man sich in Köln sehnt: Däm Fastelovend, däm Bütze un Singe, dä Stammkneip un däm „Heimweh noh Kölle“.

„Köln hat ein neues Volkstheater“, schrieb Marianne Kolarik im Kölner Stadt-Anzeiger.

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